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Kostenlose Kursverwaltungssoftware: Wann reicht sie aus?

Kostenlose Kursverwaltungssoftware im Vergleich: Excel-Vorlage, Gratis-Tarif, Open Source, Testphase, versteckte Kosten, DSGVO-Fragen und Zeitpunkt zum Wechsel.

Inhalt
  1. Was „kostenlos“ bei Kursverwaltungssoftware bedeutet
  2. Kostenlose Optionen im Vergleich
  3. Die versteckten Kosten kostenloser Software
  4. Fragen zu Sicherheit und Datenschutz
  5. Wann kostenlos ausreicht
  6. Anzeichen, dass ein Upgrade fällig ist
  7. Was der kostenlose Zolinex-Tarif enthält

Kostenlose Kursverwaltungssoftware gibt es in vier Formen: Tabellenvorlagen für Excel oder Google Sheets, kostenlose Tarife von Cloud-Software (Freemium), Open-Source-Software zum Selbsthosten und zeitlich begrenzte Testphasen kostenpflichtiger Produkte. Für Nachhilfelehrkräfte, eine kleine Sprachschule oder einen neuen Kursanbieter mit einigen Dutzend Teilnehmenden kann eine kostenlose Lösung den Alltag gut abdecken. Die Kosten entstehen an anderer Stelle: bei Ihrer Arbeitszeit, bei Grenzen, an die Sie früher oder später stoßen, bei der Wartung und beim späteren Umzug in ein anderes System.

Kurz gesagt

  • „Kostenlos“ heißt selten „ohne Kosten“. Sie zahlen mit Zeit, Grenzen, Wartung oder einer späteren Migration.
  • Kostenlose Tarife von Cloud-Software passen zu kleinen Schulen, die schnell starten wollen; Open Source passt zu Teams mit technischem Know-how und Zeit für den Serverbetrieb.
  • Klären Sie Datenschutz, Zugriffsrechte und den Weg zurück zu Ihren Daten, bevor Sie Teilnehmerdaten in ein kostenloses Werkzeug eingeben.
  • Wechseln Sie in einen bezahlten Tarif, wenn Grenzen, Rechnungsstellung oder Behelfslösungen den Alltag bremsen, am besten vor einem neuen Semester.

Was „kostenlos“ bei Kursverwaltungssoftware bedeutet

Wer nach kostenloser Software für Schulverwaltung oder Kursverwaltung sucht, findet unter demselben Etikett sehr unterschiedliche Dinge. Zu wissen, um welche Art es sich handelt, ist der erste Schritt, um zu beurteilen, ob sie zu Ihrer Einrichtung passt.

Tabellenvorlagen für Excel und Google Sheets

Fertige Vorlagen für Teilnehmerlisten, Anwesenheit, Stundenpläne und Zahlungen. Sie kosten nichts außer dem Tabellenprogramm, das Sie ohnehin haben, und lassen sich frei anpassen. Es gibt jedoch keine eigenen Zugänge für Lehrkräfte und Teilnehmende, keine Benachrichtigungen und keine verlässliche Historie, wer was geändert hat. Und sie geraten schnell durcheinander, wenn mehrere Personen dieselbe Datei bearbeiten.

Kostenlose Tarife von Cloud-Software (Freemium)

Viele Cloud-Anbieter haben einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit Grenzen bei Teilnehmenden, Kursen, Nutzern oder Speicherplatz und darüber bezahlte Tarife. Sie erhalten ein gehostetes System, das der Anbieter pflegt, ohne Installation. Der Anbieter verdient, wenn seine Kunden wachsen, die Grenzen sind also gewollt. Lesen Sie sie genau, einschließlich der Frage, welche Funktionen den bezahlten Tarifen vorbehalten sind.

Open-Source-Software zum Selbsthosten

Open-Source-Systeme für die Schul- und Kursverwaltung lassen sich ohne Lizenzgebühr herunterladen und nutzen, und der Code kann angepasst werden. Dafür müssen Sie oder ein bezahlter Dienstleister die Software auf einem Server installieren, konfigurieren, aktualisieren, sichern und schützen. Die Software ist kostenlos, ihr Betrieb nicht.

Testphasen

Eine Testphase stellt ein kostenpflichtiges Produkt für einen begrenzten Zeitraum bereit, meist einige Wochen. Sie ist ein Test, keine kostenlose Lösung: Danach zahlen Sie oder hören auf. Testphasen sind nützlich, um ein System mit eigenen Daten zu prüfen, sofern Sie die Bewertung planen und nicht das Ablaufdatum entscheiden lassen.

Kostenlose Optionen im Vergleich

Die Tabelle fasst die wichtigsten Vor- und Nachteile zusammen. Keine Option passt für alle. Entscheidend sind die Größe Ihrer Einrichtung, Ihr technisches Know-how und wie schnell Sie wachsen wollen.

OptionVorteileNachteileGeeignet für
Tabellenvorlagen (Excel, Google Sheets)Kein neues Werkzeug, völlig flexibel, allen vertrautKeine Zugänge und Rollen, fehleranfällig, keine Benachrichtigungen, schwer sicher zu teilenEinzelne Nachhilfelehrkräfte und sehr kleine Kurse mit einer verwaltenden Person
Kostenloser Tarif einer Cloud-SoftwareSofort nutzbar, Hosting und Wartung beim Anbieter, getrennte Zugänge für Personal und TeilnehmendeGrenzen bei Teilnehmenden, Kursen, Nutzern oder Speicher; manche Funktionen nur in bezahlten TarifenKleine Schulen und neue Kursanbieter, die schnell starten und wachsen wollen
Open Source, selbst gehostetKeine Lizenzgebühr, volle Kontrolle über Code und Daten, anpassbarErfordert Server, Fachwissen, Updates, Backups und Sicherheitsarbeit; Hilfe meist aus der CommunityEinrichtungen mit eigener IT oder einem verlässlichen technischen Partner
Testphase einer kostenpflichtigen SoftwareVoller Funktionsumfang zum Testen mit echten DatenZeitlich begrenzt; danach zahlen Sie oder fangen woanders neu anEinrichtungen, die kostenpflichtige Systeme vor dem Kauf vergleichen

Wenn Sie zuerst klären möchten, welche Funktionen Sie überhaupt brauchen, beginnen Sie mit unserem Leitfaden Kursverwaltungssoftware richtig auswählen. Die Checkliste dort können Sie für kostenlose und bezahlte Angebote gleichermaßen nutzen.

Die versteckten Kosten kostenloser Software

Ein Preis von null lässt sich leicht vergleichen. Die übrigen Kosten nicht, deshalb sollten Sie sie vor der Entscheidung aufschreiben.

Ihre Arbeitszeit

Jeder Handgriff kostet Zeit: Daten zwischen Dateien kopieren, Zahlungseingänge abgleichen, dieselben Fragen am Telefon beantworten. Ein hypothetisches Beispiel: Verbringt eine Verwaltungskraft pro Woche drei zusätzliche Stunden mit Aufgaben, die ein passenderes Werkzeug übernehmen würde, sind das im Jahr mehr als 150 Stunden. Setzen Sie für diese Stunden einen Wert an, bevor Sie ein Werkzeug als kostenlos bezeichnen.

Hosting und Wartung

Selbst gehostete Software braucht einen Server, eine Domain, verschlüsselte Verbindungen, regelmäßige Updates, Sicherheitspatches und getestete Backups. Jemand muss das zuverlässig erledigen, auch in den Ferien. Verlässt diese Person die Einrichtung, geht das Wissen oft mit.

Grenzen

Kostenlose Tarife begrenzen Teilnehmende, Kurse, Nutzer oder Speicherplatz und behalten manche Funktionen den bezahlten Tarifen vor. Finden Sie genau heraus, was an der Grenze passiert: Können Sie die nächste Anmeldung noch erfassen, oder müssen Sie mitten in der Anmeldewoche den Tarif wechseln?

Support

Kostenlose Tarife und Community-Projekte bieten meist nur begrenzte Hilfe. Fragen Sie, welche Unterstützung Sie über welchen Kanal bekommen und was Sie tun, wenn am ersten Kurstag etwas nicht funktioniert.

Migration und Datenübertragbarkeit

Jeder Systemwechsel kostet Zeit für Datenbereinigung, Import und die Einarbeitung des Teams. Ein Werkzeug, mit dem Sie wachsen können, erspart einen zweiten Umzug. Fragen Sie außerdem vorab, wie Sie bei einem Wechsel an Ihre Daten kommen, welche Daten dazugehören, etwa Anwesenheitshistorie und Dokumente, und in welchem Format.

Fragen zu Sicherheit und Datenschutz

Teilnehmerdaten umfassen Namen und Kontaktdaten, oft Daten von Minderjährigen und ihren Eltern, Zahlungsinformationen und Leistungsergebnisse. Ein kostenloses Werkzeug ändert nichts an Ihrer Verantwortung dafür. Bevor Sie echte Daten in ein System eingeben, sollten diese Fragen klar beantwortet sein:

  • Wer betreibt den Dienst, und wo hat das Unternehmen seinen Sitz?
  • Wo werden die Daten gespeichert, und werden sie in Länder außerhalb der EU übermittelt?
  • Schließt der Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag ab? Nach Art. 28 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist er nötig, wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet.
  • Sind die Verbindungen verschlüsselt, und werden regelmäßig Backups erstellt?
  • Lassen sich für Lehrkräfte und Teilnehmende getrennte Rollen einrichten, sodass jede Person nur sieht, was sie braucht?
  • Wie finanziert sich der kostenlose Tarif? Prüfen Sie die Datenschutzerklärung auf Werbung oder andere Nutzungen Ihrer Daten.
  • Bei selbst gehosteter Software: Wer spielt Sicherheitsupdates ein, und wie schnell?
  • Wie werden Daten gelöscht, wenn Teilnehmende ausscheiden oder Sie den Dienst nicht mehr nutzen?

Tabellen verdienen dieselbe Sorgfalt. Eine Teilnehmerliste, die als E-Mail-Anhang herumgeschickt oder über einen offenen Link geteilt wird, gehört in kleinen Einrichtungen zu den häufigsten Datenschutzrisiken. Eine ausführlichere Checkliste finden Sie in unserem Beitrag DSGVO für Bildungseinrichtungen. Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung; klären Sie Ihre Pflichten mit einer Datenschutzfachperson.

Wann kostenlos ausreicht

Eine kostenlose Lösung ist sinnvoll, wenn die meisten dieser Punkte auf Sie zutreffen:

  • Sie haben eine kleine, recht stabile Zahl an Teilnehmenden, etwa als Nachhilfelehrkraft mit 15 Schülerinnen und Schülern oder mit einem neuen Kurs in zwei Gruppen.
  • Ein oder zwei Personen erledigen die gesamte Verwaltung.
  • Kursgebühren gehen außerhalb des Systems ein, zum Beispiel per Überweisung, und Rechnungen laufen über Ihre Buchhaltung oder Steuerberatung.
  • Sie brauchen vor allem Struktur: Teilnehmerdaten, Kurse, Stundenplan, Anwesenheit und einen Ort für Materialien.
  • Sie testen ein neues Angebot und wissen noch nicht, ob es wächst.

In dieser Phase ist der kostenlose Tarif eines Cloud-Systems meist der bessere Start als eine Tabelle, weil Lehrkräfte und Teilnehmende vom ersten Tag an eigene Zugänge haben und Sie Ihre Daten nicht zweimal umziehen müssen. Wenn Sie von Excel kommen, zeigt unser Leitfaden Von Excel zur Kursverwaltungssoftware, wie Sie Ihre Daten für den Import vorbereiten.

Anzeichen, dass ein Upgrade fällig ist

  • Sie nähern sich einer Grenze bei Teilnehmenden, Kursen, Lehrkräften oder Speicher. Vor einem neuen Semester wechselt es sich leichter als mitten in der Anmeldephase.
  • Sie brauchen Rechnungen und Zahlungen im selben System wie die Anmeldungen, damit Sie nicht länger zwei Listen abgleichen.
  • Mehr Personen arbeiten im System, etwa neue Lehrkräfte oder eine zweite Verwaltungskraft.
  • Behelfslösungen kosten spürbar Zeit. Führt das Team Nebenlisten oder kopiert Daten zwischen Werkzeugen, kostet die kostenlose Lösung mehr, als sie spart.
  • Die Wartung bleibt liegen. Bei selbst gehosteten Systemen sind aufgeschobene Updates und nie getestete Backups ein deutliches Warnsignal.
  • Teilnehmende erwarten mehr, etwa Online-Prüfungen, Videolektionen oder Zertifikate, die Ihr bisheriges Setup nicht bietet.

Vergleichen Sie vor dem Wechsel den Preis des bezahlten Tarifs mit der Zeit, die er spart. Ein hypothetisches Beispiel: Erspart ein Tarif für 49 $ im Monat einer Verwaltungskraft vier Stunden manuellen Zahlungsabgleich pro Monat und verringert Fehler, steht die Entscheidung zwischen 49 $ einerseits und diesen vier Stunden plus den Kosten von Fehlern andererseits. Wechseln Sie Stufe für Stufe und prüfen Sie die Grenzen jedes Tarifs gegen Ihre Pläne für das nächste Jahr.

Was der kostenlose Zolinex-Tarif enthält

Zolinex bietet einen dauerhaft kostenlosen Tarif. Stand Oktober 2026 kostet Free 0 $ und umfasst 1 Verwaltungskonto, 2 Lehrkräfte, 25 Teilnehmende, 15 Kurse, 2 GB Speicher und bis zu 10 Videolektionen pro Kurs. Enthalten sind Kurse mit Terminplan, Anwesenheit, Lehrplan-Editor, Hausaufgaben, Online-Prüfungen, Umfragen, Dokumente, Videolektionen, Kurs-Chat und Benachrichtigungen, mit getrennten Portalen für Verwaltung, Lehrkräfte und Teilnehmende im Browser.

Rechnungen und Zahlungen beginnen mit dem Pro-Tarif. Starter kostet 11 $ pro Monat für bis zu 100 Teilnehmende, 20 Kurse und 5 Lehrkräfte. Pro kostet 49 $ pro Monat für 500 Teilnehmende, 100 Kurse und 20 Lehrkräfte und ergänzt Rechnungen und Zahlungen, einschließlich Stripe, wo verfügbar. Business kostet 149 $ pro Monat. Jährliche Zahlung ist günstiger. Preise können sich ändern; aktuell gilt die Preisseite.

Kostenlose Software ist ein guter Start, wenn Sie sie bewusst wählen: Wissen Sie, welche Art von kostenlos es ist, was sie Sie an Zeit kostet und wo ihre Grenzen liegen. Wechseln Sie, sobald diese Grenzen Sie mehr kosten als ein bezahlter Tarif.

Häufige Fragen

Gibt es kostenlose Kursverwaltungssoftware?

Ja. Zu den kostenlosen Optionen gehören Tabellenvorlagen für Excel oder Google Sheets, dauerhaft kostenlose Tarife von Cloud-Software mit Grenzen bei Teilnehmenden, Kursen oder Nutzern sowie Open-Source-Systeme, die Sie auf einem eigenen Server betreiben. Testphasen kostenpflichtiger Software gibt es ebenfalls, sie enden aber nach einer festen Frist. Welche Option passt, hängt von der Zahl Ihrer Teilnehmenden, Ihrem technischen Know-how und davon ab, ob Sie Rechnungen im selben System brauchen.

Ist Open-Source-Software für die Kursverwaltung wirklich kostenlos?

Die Lizenz ist kostenlos, der Betrieb nicht. Sie brauchen einen Server oder ein Hosting, jemanden für Installation und Konfiguration, regelmäßige Sicherheitsupdates, Backups und Hilfe, wenn etwas ausfällt. Mit eigener IT sind diese Kosten oft gut beherrschbar. Müssten Sie einen Dienstleister bezahlen, vergleichen Sie diesen Aufwand mit einem gehosteten Tarif, einschließlich des Risikos, von einer einzelnen Person abhängig zu sein.

Ist kostenlose Kursverwaltungssoftware DSGVO-konform?

Das hängt vom Anbieter ab, nicht vom Preis. Prüfen Sie, wer den Dienst betreibt, wo die Daten gespeichert werden, ob Daten in Länder außerhalb der EU gehen, ob Verbindungen verschlüsselt sind und ob der Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO abschließt. Klären Sie auch, wie Daten gelöscht werden. Bei Tabellen gilt: keine Dateien per E-Mail verschicken und keine offenen Links teilen.

Wann sollte eine Schule von kostenloser Software auf einen bezahlten Tarif wechseln?

Wechseln Sie, wenn Sie sich den Grenzen bei Teilnehmenden, Kursen, Lehrkräften oder Speicher nähern, wenn Sie Rechnungen und Zahlungen im selben System wie die Anmeldungen brauchen oder wenn Ihr Team spürbar Zeit mit Behelfslösungen verbringt. Der beste Zeitpunkt liegt vor einem neuen Semester, nicht mitten in der Anmeldephase. Vergleichen Sie den Monatspreis mit den eingesparten Arbeitsstunden und vermiedenen Fehlern.

Was enthält der kostenlose Tarif von Zolinex?

Stand Oktober 2026 kostet der Free-Tarif von Zolinex 0 $ und umfasst 1 Verwaltungskonto, 2 Lehrkräfte, 25 Teilnehmende, 15 Kurse, 2 GB Speicher und bis zu 10 Videolektionen pro Kurs. Enthalten sind Kurse, Terminplan, Anwesenheit, Lehrplan, Hausaufgaben, Prüfungen, Umfragen, Dokumente, Videolektionen, Chat und Benachrichtigungen. Rechnungen und Zahlungen beginnen mit dem Pro-Tarif. Preise können sich ändern; maßgeblich ist die Preisseite.

Zolinex-Team

Das Zolinex-Team entwickelt Cloud-Software für Schulen, Sprachschulen und Bildungsträger. Unsere Ratgeber orientieren sich daran, wie Einrichtungen Kurse, Teilnehmer und Gebühren im Alltag organisieren.